BMDZ (Basler Mission Deutscher Zweig)

Zur Geschichte

Das Gesamtwerk „Basler Mission“, Evangelische Missionsgesellschaft in Basel, wurde seit seiner Gründung im Jahr 1815 bis in die Dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts getragen von reformierten Christen in der Schweiz und vielen vom Pietismus geprägten Gemeindegliedern aus den lutherischen und unierten Kirchen im südwestdeutschen Raum. Durch das große Engagement der Heimatgemeinden mit ihren Missionaren und Missionarinnen aus der Schweiz, Deutschland, aber auch Holland, Österreich und Frankreich (Elsass) entstand eine blühende Missionsarbeit in Ländern Afrikas und Asiens. In Südamerika förderte sie manche durch andere Organisationen ins Leben gerufene Projekte. Die Verkündigung des Evangeliums und Gemeindeaufbau waren eng verknüpft mit der Wahrnehmung von medizinischen und diakonischen Aufgaben, Bildungs- und Entwicklungsarbeit und theologischer Aus- und Weiterbildung. Die Basler Mission war immer bemüht, ihren übernationalen und überkonfessionellen Charakter zu bewahren.

 Die verheerenden Entwicklungen in Deutschland nach der Machtübernahme Hitlers brachten schwere Folgen für die gesamte Arbeit in den Missionsgebieten. So kam es 1939 zur Trennung von schweizerischer und deutscher Heimatgemeinde und der bis dahin gemeinsam getragenen Missionsleitung. Aber das tiefe Interesse vieler deutscher Missionsfreunde blieb auch in den Wirren des Zweiten Weltkriegs und danach, erstaunlich stark. So wurden schon bald nach Beendigung des Krieges Hilfsvereine für die BM gegründet, die sich in engem Kontakt mit dem Hilfskomitee in Stuttgart um Spender und Sammler in den Heimatgemeinden kümmerten. Dieses Engagement ermöglichte dem Hilfskomitee in Stuttgart bald wieder beträchtliche Summen zur Unterstützung der Arbeit in Basel und Übersee zu überweisen. Auch konnten schon Anfang der Fünfziger Jahre wieder deutsche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in die Arbeitsgebiete der Basler Mission entsandt werden. Es waren dann weitgehend praktische Erwägungen, dass sich die deutsche Heimatgemeinde am 12. Juli 1954 als eingeschriebener Verein konstituierte und sich eine eigene Satzung gab. Dem Gesamtwerk Basler Mission fühlte sich die BMDZ weiterhin eng verbunden. Sie wollte aktiv teilnehmen an der Gestaltung der Zukunft des Gesamtwerks. Viele Missionskirchen hatten während dem Zweiten Weltkrieg, weil durch die Umstände auf sich selbst gestellt, die Leitung ihrer Arbeit selber in die Hand genommen. Sie waren selbständig geworden. Neue Wege einer sinnvollen Zusammenarbeit mussten gefunden werden. Gleichzeitig vollzog sich ein Wandel – weltweit – in den Beziehungen zwischen Kirchen und Missionsgesellschaften. Auch die Kirchen der Heimatgemeinde der BM in der Schweiz, Deutschland, Österreich und im Elsass erkannten ihre Mitverantwortung für das ökumenische Miteinander weltweit und die Notwendigkeit eines gegenseitigen Austauschs und gegenseitigem Geben und Nehmen. Die Zeit der „Einbahnstrasse“ gehörte endgültig der Vergangenheit an.

 

Zur Gegenwart

Heute ist die BMDZ e.V. Mitglied im übernationalen Gesamtwerk „Basler Mission“. Weitere Mitglieder sind der schweizerische Kollektenverein der BM, die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Weltmission in Österreich und die Mitglieder der BM im Elsass.

Als Träger- und Fördervereine der beiden regionalen Missionswerke EMS (Evangelisches Missionswerk in Südwestdeutschland) und mission 21 (evangelisches missionswerk basel) unterstützen sie mit ihren Spenden, ihrer Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in den Gemeinden, ihrem inneren Engagement und ihrer Fürbitte Gemeinde- und Projektarbeit in den aus der Arbeit der Basler Mission hervorgegangenen Partnerkirchen im Sudan, Kamerun, Nigeria, Ghana, Sabah, Indonesien, Indien, Hongkong und China. Die BMDZ unterhält weiterhin eine lebendige Beziehungsarbeit mit Sammler- und Freundeskreisen im süddeutschen Raum. Sie pflegt vielfältige ökumenische Kontakte und fördert durch Austausch und Begleitung von Direktpartnerschaften ökumenisches Lernen und solidarisches Denken und Handeln.