Von unserem Büchertisch

Basler Mission - Menschen, Geschichte, Perspektiven 1815-2015

Im Buch «Basler Mission - Menschen, Geschichte, Perspektiven 1815-2015» werfen 20 Autorinnen und Autoren vielfältige Blicke auf die Geschichte und Wirkung der Basler Mission; herausgegeben wurde es von Christine Christ-von Wedel (Ehrenpräsidentin des Vorstands von Mission 21) und Thomas K. Kuhn.

Die historische Publikation zur Geschichte der Basler Mission erhielt in der Basler Zeitung eine positive Rezension. Das Buch «...rollt die Hintergründe der Entstehung der Basler Mission detailreich und spannend auf...» schreibt Redaktor Dominik Heitz.

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Worte sind schön, aber Hühner legen Eier

Missionen gibt es viele, göttliche, geheime, manchmal sogar tödliche. Von allem etwas bietet ein ganz besonderes Buch über christliche Mission in Afrika und Asien, herausgegeben von der Basler Mission Deutscher Zweig (BMDZ). Männer und Frauen, junge und alte, schildern eigene Missionserfahrungen, beschreiben andere Basler Missionare und Missionarinnen oder spüren ihrem Einsatz nach. Ihre Erzählungen sind aus dem Leben gegriffen und so unterschiedlich wie sie selbst. Die mal heiteren, mal traurigen oder nachdenklichen Episoden spiegeln ganz nebenbei die Entwicklung der Mission. Es taucht sogar die Frage auf, ob ein Missionar von einem ghanaischen Nachtwächter lernen kann oder gar von einem zahmen Affen Impulse bekommt? Auch die weibliche Perspektive kommt nicht zu kurz. Was hatte die Basler Mission für starke Frauen! Besonders zu Herzen gehen die Beziehungsgeschichten, die von innigen Verbindungen zwischen Missionaren und Einheimischen erzählen, die ein Leben lang währten und wirkten. Das Buch erscheint zum 200. Jubiläum der Basler Mission.

Bücher von Rosmarie Gläsle

Pauline und ihre Töchter

Junge Frauen und Mädchen waren im 19. und Anfang des 20. Jhd. bereit, sich auf eine schriftliche Brautwerbung einzulassen und als "Missionsbräute" zu ihren unbekannten zukünftigen Männern, die als Missiionare in Übersee arbeiteten, zu reisen. Sechs Lebensbilder aus der Geschichte der Basler Mission schildern den Lebensweg dieser Frauen.

Wegerfahrungen am Bambusvorhang

Eine autobiographische Erzählung über ein Leben "im Wechselspiel der Kulturen"im alten China, in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg und heute sowie in Hongkong vor 1997. Der Leser wird mit der Kultur der Hakka-Chinesen, der Geschichte der prostestantischen Missionare und der entstehenden Kirchen in deren politischem Umfeld bekannt gemacht. Eine spannende Zeitreise.

Die Autorin Rosmarie Gläsle

Rosmarie Gläsle, geboren 1937, wuchs als Missionskind in China auf und musste mit 12 Jahren in ihre fremde Heimat nach Deutschland zurückkehren. Nach ihrer Ausbildung zog es sie nach Asien zurück; sie reiste 1965 als Mitarbeiterin der Kirche "Tsung Tsin Mission" nach Hongkong aus und arbeitete 18 Jahre in der sozialen Fürsorge mit. Zurück in Deutschland war sie Referentin im Dienst für Mission und Ökumene im EMS, Evangelische Mission in Solidarität. Heute lebt sie im Ruhestand in Stuttgart.

Mit anderen Augen gesehen

Erinnerungen der Schweizer Augenärztin Erika Sutter, erzählt von Gertrud Stiehle.

"Damit Gesundheit wirklich auf Dauer verbessert werden kann, braucht es einen ganzheitlichen und praktikablen Ansatz. Das bedeutet, dass sich eher das Gesundheitspersonal ändern muss als die betroffene Bevölkerung." Zitat Erika Sutter

Über 30 Jahre engagierte sich die Schweizer Augenärztin während der Apartheidszeit in Südafrika und baute mit afrikanischen Mitarbeiterinnen ein nachhaltiges Netzwerk dörflicher Selbsthilfegruppen auf. Sie konnte so die verbreitete erblindung durch das trachom weitgehend zum Verschwinden bringen.

Gertrud Stiehle erzählt als Freundin und Ethnologin mit scharfem Blick für soziale Fragen, feiner Selbstironie und trockenem Humor anschaulich über die Pionierarbeit von Esther Sutter.

 

Menschenliebe und Wiedergutmachung

Missionsmotive und Theologie in den Anfängen der Evangelischen Missionsgesellschaft in Basel.

Die Entdeckung, dass die Basler Missionare des 19. Jhd. in Fragen der Lehre und Missionsmethode oft uneins waren, führt Hanns Walter Huppenbauer zur Frage nach dem, was die Lehrer des Missionsinstituts ihren Schülern auf den Weg gegeben hatten. Das Buch setzt sich mit der spät einsetzenden Missionsbewegung in Europa und dem Umfeld der 1815 gegründeten Basler Mission sowie deren Leiter auseinander.

Der Autor Hanns Walter Huppenbauer ist Theologe und blickt auf ein reiches leben mit und im Umfeld der Mission zurück.  

Nicht durch Heer oder Kraft

50 Jahre Zusammenarbeit zwischen Basler Mission, Mission 21 und der Kirche der Geschwister in Nigeria.

Im Frebruar 1959 begannen die ersten Missionarinnen und Missionare der Basler Mission mit ihrer Arbeit im heutigen Nordnigeria. Was folgte, war eine eindrückliche Geschichte der Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlichster Hintergründe und Kulturen in ihrem gemeinsamen Bemühen, die Botschaft Christi im afrikanischen Kontext konkret werden zu lassen. Die in dieser Zusammenarbeit entstandenen ersten Gemeinden wurden im weiteren Verlauf zu einem wichtigen und anerkannten Teil der benachbarten jungen "Kirche der Geschwister in Nigeria" (EYN)

Heute ist die EYN eine prägende Kraft in der religiösen und der gesellschaftlichen Landschaft Nordnigerias. Als eigenständige, dynamisch wachsende Kirche bietet sie den Menschen geistliche Heimat und konkrete Hilfe durch Bildungs- und Gesundheitsprogramme, Armutsbekämpfung, Friedensarbeit und ländliche Entwicklung. 

Nigerianische und europäische Mitwirkende dieser eindrücklichen Geschichte blicken auf den gemeinsamen Weg zurück und entwickeln Perspektiven für die Zukunft der EYN in der weltweiten ökumenischen Gemeindschaft.

 

Zwischen den Zeilen liegt die Fülle des Lebens

Einblicke in die Tagebuchnotizen von Januar 1970 bis Juni 1973 in Sabah/Malaysia

Yvonne Zimmer verbrachte im Auftrag der Basler Mission mit ihrer Familie dreieinhalb spannende, ereignisreiche Jahre in Sabah, auf der Insel Borneo. Sie schreibt anhand ihres Tagebuchs vom Ankommen in einer fremden Kultur, vom bewegenden Alltag mit vier kleinen Kindern im heissen, tropischen Umfeld, vom Dasein auf den Missionsstationen und von der grossen Ungewissheit ausgewiesen zu werden.